DJ Roy D (http://www.cosmicradio.de/) "Ambient" - Kontakt: David Rey 0174 / 62 79 78 7
(Wenn ich eine CD oder Kassette hätte, stelle ich gerne auch andere Göttingen Bands in meiner Sendung vor, sofern die Musik zu den jeweiligen Gedichten passt. Dieter Porth)
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AutorName |
AutorEmail |
GedichtTitel |
GedichtURL |
Homepage |
Radiosendetermin |
| Chris |
--- keine Emailangaben --- |
warum 3 |
13.09.02 |
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Martina Sylvia Khamphasith & Diethelm Kaminski |
--- keine Emailangaben --- |
nichts als Krieg |
13.09.02 |
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Hermann J. Vief |
--- keine Emailadressen --- |
Meine Träume |
13.09.02 |
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Freifrau von Jünemann |
keine Email; Göttingerin |
Jazz-Liebe |
keine Homepage |
13.09.02 |
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Freifrau von Jünemann |
keine Emai |
Qassel-Boom |
keine Homepage |
13.09.02 |
Das Gedicht fremd gehen von Sascha Häckel wird genauso wie das Gedicht ein Gast von Andreas Vandenhoff in der nächsten Sendung am 27.9.2002 vorgetragen werden.
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AutorName |
AutorEmail |
GedichtTitel |
GedichtURL |
Homepage |
Radiosendetermin |
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Andreas Vandenhoff |
--- keine Emailadressen --- |
ein Gast |
http://www.vandenhoff.de/schriften/gedichte/index.php?k=0&z=2 |
13.09.02 |
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Sascha Häckel |
--- keine Emailadressen --- |
fremd gehen |
13.09.02 |
Die beiden Gedichte von Frau Jünemann werden demnächst nachgeliefert.
Ich gehe vorüber am dem Restaurant,
in dem es mir damals gelang,
Deine Sympathie zu erwerben,
wo alles begann,
wodurch ich ein neues Lebensgefühl gewann.
Mit Dir bin ich glücklich
gewesen,
denn Du hast mir von den Augen
abgelesen
jeden Wunsch.
Vor dem Fenster, an dem wir oft gesessen,
steht noch immer die Vase mit den Seidenblumen,
als hätte sie die Zeit vergessen.
Plötzlich dringt Musik an mein
Ohr,
wie Jahre zuvor
als ich hier mit Dir verabredet
war
und meine Hoffnung neue
Zukunftspläne gebar.
Ich bleibe stehen,
und. kann
im Dunkeln durch das Fenster auf die erleuchtete Bühne sehen.
Dort wiegen sich Jazz-Musiker im Rhythmus ihrer Melodie,
heben ab,
und nehmen mit sich der Verliebten Phantasie.
Der leidenschaftliche Sound
einen Regenbogen in den Raum
projiziert
und die Musizierenden zur
Improvisation inspiriert.
Die verschiedenen Klangfarben ihrer Instrumente
die Künstler aneinander reihen,
als gelte es, durch das Solo, die Seele ihres Genres zu befreien.
Der Kerzenschein, vom Saxophon
reflektiert,
transferiert dessen bunte
Sequenzen
in eine Welt ohne Grenzen.
Ein transparentes Band aus Tönen
will verwöhnen
die Menschen an ihren Tischen,
und beginnt zu verwischen
den Bezug zu Zeit und Raum.
Zart umschlungen von dem Band,
reichen alle ihre Hand
dem Drive, um sich
entführen zu lassen, in eine Dimension,
der immer schon
ihre Sehnsucht galt.
Schwebend in einer Sphäre, aus Harmonie und Phantasie,
schäumen nun über die Emotionen,
die Verliebten inne wohnen.
Ein Geräusch holt mich zurück in die Realität,
da merke ich, es ist schon spät,
und gehe meiner Wege.
Schön wäre es gewesen,
hätte ich mit Dir dort auch nur die Getränkekarte gelesen.
von Freifrau von Jünemann
Das Adelspaar hat sich nichts mehr zu sagen,
pietätsvoll stellt nun der Scheidungsanwalt seine Fragen -
doch das Handy klingelt, die Talkshow tobt,
und die Tratsch-Presse hat das letzte Geheimnis herangezoomt,
denn die Quassel-Branche boomt.
Der Politiker hat angeblich nur seine Pflicht erfüllt,
aber zu den Vorwürfen er sich in Schweigen hüllt -
doch das Handy klingelt...
Der Wirtschaftsboss überhäuft den Revisor mit Kostbarkeiten,
und der lässt sich zum Schweigen verleiten -
doch das Handy klingelt...
Die Psychiaterin zieht ihrem Patienten jedes Wort aus der Nase,
denn der ist ängstlich wie ein Hase -
doch das Handy klingelt...
Der Hobby-Segler treibt in aller Stille auf dem Meer,
da hört er ein Geräusch, und es kommt immer näher -
doch das Handy klingelt...
Der Turnier-Golfer puttet sich ans Preisgeld heran,
die Zuschauer sind ruhig, und konzentriert setzt er zum Abschlag an -
doch das Handy klingelt...
Das Baby wird von der Mutter in den Schlaf gesungen,
und endlich sind seine Schreie verklungen -
doch das Handy klingelt...
Der Regisseur lässt die gleiche Szene zum elften Mal drehen,
diesmal behält der Schauspieler den Text, und ist schön anzusehen -
doch das Handy klingelt...
Der Quizmaster stellt nun die hoch dotierte Frage,
nur sie zu beantworten, ist niemand in der Lage -
doch das Handy klingelt...
Die Kunstmalerin ist jetzt ganz oben,
und verdankt dies dem Schweigen ihrer Freunde und den Drogen -
doch das Handy klingelt...
Das Orchester spielt einen Instrumentalsatz zu Beginn,
und anschließend wartet der Dirigent auf den Einsatz der Sängerin -
doch das Handy klingelt...
Die Dichterin hofft auf gutes Gelingen
denn sie arbeitet daran, ein Sonett zu Papier zu bringen -
doch das Handy klingelt...
Der Mörder verpasst seinem Opfer einen Knebel,
und lässt es verschwinden, bei Nacht und Nebel -
doch das Handy klingelt...
Der Pfarrer legt, nach der Predigt, eine Pause der Besinnung ein,
und die Gemeinde schaut nachdenklich drein -
doch das Handy klingelt...
Die Prostituierte kann nicht sprechen, denn sie hat gerade was im Mund,
und anschließend geht es in ihr rund -
doch das Handy klingelt...
Der Vergewaltiger kehrt von seinem Hafturlaub nicht zurück
denn er will sich schon wieder mal verschaffen pädophiles Glück -
doch das Handy klingelt ...
Die Stammtischbrüder kommen aus der Kneipe, vom Zechen,
sind völlig zu, und können nicht mehr sprechen -
doch das Handy klingelt...
Der Schüler ist während des Unterrichts ziemlich stumm,
denn er spielt unter der Bank an etwas herum -
doch das Handy klingelt...
Der Bettler sitzt zerlumpt am Straßenrand
und hält taubstumm einen leeren Hut in der Hand -
doch das Handy klingelt...
Die Kollegin hat Kopfschmerzen, dass ihr der Schädel brummt,
denn wenn sie den Raum betritt, das dynamische Mobbingteam verstummt -
doch das Handy klingelt...
Die Hausärztin fühlt sich heute vom menschlichen Elend beklommen,
und will nach einem langen Arbeitstag endlich zur Ruhe kommen -
doch das Handy klingelt...
Der Nachbar berührt im Smalltalk nur oberflächlich das Leben,
denn er will seine Gesinnung nicht zu erkennen geben -
doch das Handy klingelt...
Der Standesbeamte stellt dem Bräutigam die Frage aller Fragen,
und der schickt sich gerade an -Ja- zu sagen -
doch das Handy klingelt...
Das Pferd ist der Favorit beim Springturnier,
über die größten Oxer springt das Tier
- doch das Handy klingelt, die Talkshow tobt
und die Tratsch-Presse hat das letzte Geheimnis herangezoomt,
denn die Quassel-Branche boomt.
von
Freifrau von Jünemann
I. Vorbereitungen
Narrenwahl
Das Barbarentum
ist hoffähig geworden:
Ball der Nationen.
Auftragsgemäß
Heillos zerstritten,
verunsichert er die Welt:
Weltsicherheitsrat.
Poker
Lauern auf Sechsen.
Alle pokern hoch um Krieg.
Frieden macht ärmer.
Blühende Fantasie
Die Propaganda
liefert Gründe für den Krieg.
Auch auf Bestellung.
Rubikon
Keine Umkehr mehr.
Man müsste eingestehen,
dass man sich geirrt.
II. Die Kriegsplaner
Despot
Versteinert weist er
Friedenspläne weit von sich.
Arroganz der Macht.
Wohlmeinender Rat
Rück beiseite. Du
bist zu viel auf der Karte.
Hau ab. Verschwinde.
Rücksichtnahme
Die sanfte Sprache
der Militärs versöhnt uns
mit schmutzigsten Krieg.
Anfeuerung
Friedensgespräche
heizen den Krieg mächtig an.
Legt noch einmal nach.
III. Krieg
Luftschläge
Präzise. Sauber.
Zumindest auf den Fotos.
Nicht in Wirklichkeit.
Kunstdünger
Humanitäre
Katastrophen gedeihen
prächtig durch Bomben.
Votivtafel
Menschlicher Schutzschild,
Ausgeburt kranker Hirne.
Schützt uns vor diesen.
Raum ohne Volk
Die Armee bereit
zum Widerstand. Die Gräber
warten auf das Volk.
Systemfehler
Tarnkappenbomber.
Im Dunkel der Nacht Opfer
feindlicher Tarnung.
IV. Opfer
Waffenstillstand
Friedensfanfaren.
Die Toten, Ungläubige,
hören nicht mehr zu.
Stilles Glück
Wer immer schließlich
überlebt, hat den Verstand
schon längst verloren.
Flüchtlinge
Tausendfüßler. Blind,
verbiestert. Keine Steine
unterzuschlüpfen.
Endstadium
Brennende Städte.
Wundmale eines Körpers.
Unheilbar erkrankt.
Winter
Verbrannte Erde.
Kinder kauern verfroren
in kahlen Wäldern.
Mechanismus
Wer flüchtet vor wem?
Am Ende flüchtet jeder
sogar vor sich selbst.
V. Kriegsende
Fehlschläge
Schade. Die Schäden
wollten wir nicht. Was macht´s schon.
Scherben bringen Glück!
Kinderkrankenhaus
Rollstuhl. Prothesen.
Krücken. Eiserne Lunge.
Schuldige keine.
Argumentationsnot
Wie wollt ihr Kindern
den Diebstahl der Kindheit denn
erklären, Diebe?
Befriedet
Wölfe und Bären
durchstreifen verwilderte
Brachen. Idyllen.
von Diethelm Kaminski (Homepage: http://www.fotohaiku.com )
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