das Sprachlabor - die Vortragsliste

Das Sprachlabor beginnt normalerweise
jeden zweiten Freitag   
kurz nach 16:00 nach den Lokalnachrichten;
und das Sprachlabor endet um 17:00

 eine Sendung beim
 
auf 107,1 MHz
 
UKW-Göttingen

oder als Stream 
über's Internet

Sondersendung vom 18.4.2003

Sprecher und Komoderatoren
Bandkontakte
Gedichte in der Sendung
Sendereihenfolge von Musik, Kommentaren und Gedichten
Buchhinweise
sonstige

Sprecher und Komoderatoren

Dr. Dieter Porth (verantwortlich)

Bandkontakte

Tom de Toys & Jo Marek ( http://www.ggn.de/ ) "Viel Leicht Wie Liebe" 
- Tel: 
- Email: --- keine Emailangaben ---, --- keine Emailadressen ---  
- Poemie(tm), Berlin

(Da das "Sprachlabor" gerade dem Nachwuchs und den interessierten Amateuren eine Chance geben soll, stelle ich in der Sendung auch gerne die Musik von neuen unbekannten Bands vor. Auf dieser Website werden auch die Kontaktinformationen angegeben. Schicken Sie mir einfach eine Demo-CD zu (Adresse). In der Sendung selbst wird alles gespielt - von Klassik über Blues und Jazz bis zum Hip-hop, House, Punk und Rap. Ein Senden kann ich nicht versprechen, aber ich werde mich bemühen.     Dr. Dieter Porth )

Gedichte in der Sendung

Dies sind nur die Gedichte der modernen Dichter im Internet.

AutorName

AutorEmail

GedichtTitel

GedichtURL

Homepage

Radiosendetermin

SendeReihenfolge

Barbara Gresslehner

--- keine Emailadressen --- 

Habe ich dich verloren?

http://www.geocities.com/yalah.geo/gedichte.html 

http://www.geocities.com/yalah.geo/ 

18.04.03

-1

dirk michael boche

--- keine Emailadressen --- 

Pfingstrosenduft

http://www.magdeburg-jk.de/mdlyrik.htm 

http://www.magdeburg-jk.de/mdlyrik.htm 

18.04.03

-1

Klaus Sander

--- keine Emailadressen --- 

gelbes Land

http://www.crazycatz.net/k/gedichte/gedichte.asp?show=15 

http://www.gestammelte-werke.de/ 

18.04.03

-1

Ody

--- keine Emailadressen --- 

Rastlos

http://www.ody-online.de/text/nachdenklich.html 

http://www.ody-online.de/ 

18.04.03

0

siegfried schreck

--- keine Emailadressen --- 

Pudding in Vanillesauce

http://www.vonschreck.de/poetry12.html 

http://www.vonschreck.de/ 

18.04.03

0

Hans Dieter König

--- keine Emailadressen --- 

Blattspinat

http://www.maifalke.de/html/alltag-texte.html#Blattspinat 

http://www.maifalke.de/ 

18.04.03

0

Konrad Lehmann

--- keine Emailadressen --- 

Erlherrscher

http://www.vs-owl.de/oktober2002b.htm 

http://www.vs-owl.de/VSInfo.htm 

18.04.03

0

Paul Pfeffer

--- keine Emailadressen --- 

Begegnung

http://www.baseportal.de/cgi-bin/baseportal.pl?htx=/paulpfeffer/gedichte/Text&db=gedichte&Titel==Begegnung 

http://www.paulpfeffer.de/ 

18.04.03

0

Alle weitere Gedichte der Sendung sind von alten Dichtern, die hier nachzulesen sind. Durch das Skannen kann es zu leichten Rechschreibfehler gekommen sein.

unbekannt "Die Hölle"

Paul Fleming "An Sich"

Johann Gottfried Seume "Der Wilde"

Johann Wolfgang von Goethe "Wiederfinden"

Joseph von Eichendorff "Der Blick"

Heinrich Heine "Die Asra"

Johann Friedrich von Cronegk "Der Krieg"

Ewald Christian von Kleist "Sehnsucht nach Ruhe"

Heinrich Heine "Wanderratten"

Johann Christian Günter "An Gott"

Ende

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Autor unbekannt

Die Hölle

Nachfolgend eine Prüfungsfrage aus der aktuellen Zwischenprüfung im
Fach Chemie an der Universität von Washington. Die Antwort eines Teilnehmers
war "so profund", dass der Professor Sie via Internet mit Kollegen in der
ganzen Welt teilen wollte. Und darum haben auch wir die Freude, daran
teilhaben zu dürfen.

Bonus-Frage: Ist die Hölle exotherm (Wärme abgebend) oder endotherm (Wärme
aufnehmend)?

Die meisten Studenten untermauerten Ihre Antwort, indem Sie das
Boyle-Mariotte-Gesetz heranzogen ("Das Volumen und der Druck eines
geschlossenen Systems sind voneinander abhängig", d.h. Gas kühlt sich ab,
wenn es sich ausdehnt und erwärmt sich bei Kompression).

Einer aber schrieb folgendes:

Zuerst müssen wir feststellen, wie sich die Masse der Hölle über die Zeit
ändert. Dazu benötigen wir die Rate der Seelen, die "zur Hölle fahren" und
die Rate derjenigen, die sie verlassen. Ich denke, wir sind darüber einig,
dass eine Seele, einmal in der Hölle, diese nicht wieder verlässt. Wir stellen

also fest: Es gibt keine Seelen, die die Hölle verlassen. Um festzustellen,
wie viele Seelen hinzu kommen, sehen wir uns doch mal die verschiedenen
Religionen auf der Welt heute an. Einige dieser Religionen sagen, dass, wenn
man nicht dieser Religion angehört, man in die Hölle kommt. Da es auf der
Welt mehr als eine Religionen mit dieser Überzeugung gibt, und da niemand
mehr als einer Religion angehört, kommen wir zu dem Schluss, dass alle Seelen
in der Hölle enden. Auf der Basis der weltweiten Geburten- und Sterberaten
können wir davon ausgehen, dass die Anzahl der Seelen in der Hölle
exponentiell ansteigt.
Betrachten wir nun die Veränderung des Volumens der Hölle, da nach dem
Boyle-Mariotte-Gesetz bei gleichbleibender Temperatur und Druck das Volumen
proportional zur Anzahl der hinzukommenden Seelen ansteigen muss. Daraus
ergeben sich zwei Möglichkeiten:
1. Expandiert die Hölle langsamer als die Anzahl der hinzukommenden Seelen,
dann steigen Temperatur und Druck in der Hölle an, bis sie explodiert.
2. Expandiert die Hölle schneller als die Anzahl der hinzukommenden Seelen,
dann sinken Temperatur und Druck in der Hölle, bis sie gefriert.
Zur Lösung führt uns der Ausspruch meiner Kommilitonin Teresa:" Eher friert
die Hölle ein, bevor ich mit dir ins Bett gehe..."
Da ich bis heute nicht dieses Vergnügen mit Teresa hatte (und wohl auch nie
haben werde), muss Aussage 1 falsch sein, was uns zur Lösung bringt:
Die Hölle ist exotherm und wird nie einfrieren.

Der Student bekam als einziger Prüfungsteilnehmer die volle Punktzahl

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Paul Fleming (1641)

An sich.

Sey dennoch vnverzagt. Gieb dennoch vnverlohren.
Weich keinem Glücke nicht. Steh' höher als der Neid.
Vergnüge dich an dir / vnd acht' es für kein Leid /
Hat sich gleich wieder dich Glück' / Ort vnd Zeit verschworen.

 Was dich betrübt vnd labt / halt' alles für erkohren.
Nim dein Verhangnüß an. Laß alles vnbereut.
Thue/ was gethan muß seyn / vnd eh man dirs gebeuth.
 Was du noch hoffen kanst / das wird noch stets gebohren.

Was klagt? Was lobt man doch? Sein Vnglöck vnd sein Glücke 
Jst jhm ein jeder selbst. Schaw alle Sachen an.
Diß alles ist in dir. Laß deinen eiteln Wahn /

Vnd eh du förder gehst / so geh' in dich zurücke.
Wer sein selbst Meister ist / vnd sich behetschen kan 
Dem ist die weite Welt vnd alles vnterthan.

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Johann Gottfried Seume

Der Wilde.


Ein Amerikaner, der Europens
Übertünchte Höflichkeit nicht kannte,
Und ein Herz, wie Gott es ihm gegeben,
Von Kultur noch frey im Busen trug,
Brachte einst, was seines Bogens Sehne
Fern in Qvebeks übereißten Wäldern
Auf der Jagd erbeutet, zum Verkaufe.
Als er ohne schlaue Rednerkünste
So wie man ihm bot die Felsenvögel
Um ein kleines hingegeben hatte,
Eilt er froh mit dem geringen Lohne
Heim zu seiner tiefverdeckten Horde
In die Arme seiner braunen Gattin.
Aber ferne noch von seiner Hütte
Überfiel ihn unter freiem Himmel
Schnell der schrecklichste der Regenstürme.
Aus dem langen raabenschwarzen Haare
Trof der Guß herah auf seinen Gürtel,
Und das grobe Haartuch seines Kleides
Klebte run.d an seinem hagern Leibe.
Schaurig zitternd unter kaltem Regen
Eilt der gute brave wackre Wilde
In ein Haus, das er von fern erblickte.
Herr, ach laßt mich, bis der Sturm sich leget,
Bat er mit der herzlichsten Geberde
Den civilisirten Eigenthümer,
Hier in euerm Hause Obdach finden.
Willst du, mißgestaltes Ungeheuer,
Schrie ergrimmt der Pflanzer ihm entgegen,
Willst du Diebsgesicht mir aus dem Hause;
Und ergriff den schweren Stock im Winkel.
Traurig schritt der ehrliche Hurone
Fort von seiner unwirthbaren Schwelle,
Bis durch Sturm und Guß der späte Abend
Ihn in seine friedliche Behausung
Und zu seiner braunen Gattin brachte.
Naß und müde setzt er bey dem Feuer
Sich zu seinen nakten Kleinen nieder,
Und erzählte von den bunten Städtern
Den in einer großen Muschelschaale
Er ihm wirthlich bey dem Male reichte.
Eine Bärenhaut auf weichem Moose
War des Pflanzers gute Lagerstätte,
Und er schlief bis in die hohe Sonne.
Wie der wilden Zone wildster Krieger
Schrecklich stand mit Köcher, Pfeil und Bogen
Der Hurone jetzt vor seinem Gaste,
Und erweckte ihn; der Europäer
Griff bestürzt nach seinem Jagdgewehre,
Und der Wilde gab ihm eine Schaale,
Angefüllt mit süßem Morgentranke.
Als er lächelnd seinen Gast gelabet,
Bracht er ihn durch manche lange Windung
Über Stock und Stein, durch Thal und Bäche
Durch den Dickicht auf die rechte Straße.
Höflich dankte fein der Europäer;
Finsterblickend blieb der Wilde stehen,
Sahe starr dem Pfianzer ins Gesichte,
Sprach: Herr, habt ihr mich noch nicht gesehen?
Wie vom Blitz getroffen stand der Jäger,
Und erkannte in dem edlen Manne
Jenen Mann, den er vor wenig Wochen
In dem Sturmwind aus dem Hause jagte,
Stammelte verwirrt Entschuldigungen.
Ruhig ernsthaft sagte der Hurone:
Seht, ihr fremden, klugen, weisen, Leute,
Seht, wir Wilden sind doch beßre Menschen;
Und er schlug sich seitwärts ins Gebüsche.

_____

Johann Wolfgang von Goethe

WIEDERFINDEN

Ist es möglich! Stern der Sterne,
Drück ich wieder dich ans Herz!
Ach, was ist die Nacht der Ferne
Für ein Abgrund, für ein Schmerz!
Ja, du bist es! meiner Freuden
Süßer, lieber Widerpart;
Eingedenk vergangner Leiden,
Schaudr' ich vor der Gegenwart.

Als die Welt im tiefsten Grunde
Lag an Gottes ew'ger Brust,
Ordnet' er die erste Stunde
Mit erhabner Schöpfungslust,
Und er sprach das Wort: "Es werde!"
Da erklang ein schmerzlich Ach!
Als das All mit Machtgebärde
In die Wirklichkeiten brach.

Auf tat sich das Licht: so trennte
Scheu sich Finsternis von ihm,
Und sogleich die Elemente
Scbeidend auseinander fliehn.
Rasch, in wilden wüsten Träumen
Jedes nach der Weite rang,
Starr, in ungemeßnen Räumen,
Ohne Sehnsucht, ohne Klang.

Stumm war alles, still und öde,
Einsam Gott zum erstenmal!
Da erschuf er Morgenröte,
Die erbarmte sich der Qual;
Sie entwickelte dem Trüben
Ein erklingend Farbenspiel,
Und null konnte wieder lieben,
Was erst auseinander fiel.

Und mit eiligem Bestreben
Sucht sich, was sich angehört;
Und zu ungemeßnem Leben
ist Gefühl und Blick gekehrt.
Sei's Ergreifen, sei es Raffen,
Wenn es nur sich faßt und hält!
Allah braucht nicht mehr zu schaff cii,
Wir erschaffen seine Welt.

So, mit morgenroten Flügeln,
Riß es mich an deinen Mund,
Und die Nacht mit tausend Siegeln
Kräftigt sternenhell den Bund.
Beide sind wir auf der Erde
Musterhaft in Freud und Qual,
Und ein zweites Wort: Es werde!
Trennt uns nicht zum zweitenmal.

In tausend Formen magst du dich verstecken,
Doch, Allerliebste, gleich erkeim ich dich;
Du magst mit Zauberschleiern dich bedecken,
Allgegenwärt'ge, gleich erkenn ich dich.

An der Zypresse reinstem, jungem Streben,
Allschöngewachsne, gleich erkenn ich dich;
In des Kanales reinem Wellenleben,
Allschmeichelhafte, wohl erkenn ich dich.

Wenn steigend sich der Wasserstrahl entfaltet,
Allspielende, wie froh erkenn ich dich;
Wenn Wolke sich gestaltend umgestaltet,
Allmannigfalt'ge, dort erkenn ich dich.

An des geblümten Schleiers Wiesenteppich,
Allbuntbesternte, schön erkenn ich dich;
Und greift umher ein tausendarm'ger Eppich,
O Allumklammernde, da kenn ich dich.

Wenn am Gebirg der Morgen sich entzündet,
Gleich, Allerheiternde, begrüß ich dich,
Dann über mir der Himmel rein sich ründet,
Allberzerweiternde, dann atm' ich dich.

Was ich mit äußerm Sinn, mit innerm kenne,
Du Allbelehrende, kenn ich durch dich;
Und wenn ich Allahs Namenhundert nenne,
Mit jedem klingt ein Name nach für dich.

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Joseph von Eichendorff

Der Blick

Schaust du mich aus deinen Augen
Lächelnd wie aus Himmeln an,
Fühl ich wohl, daß keine Lippe
Solche Sprache führen kann.

Könnte sies auch wörtlich sagen,
Was dem Herzen tief entquillt,
Still den Augen aufgetragen,
Wird es süßer nur erfüllt.

Und ich seh des Himmels Quelle,
Die mir lang verschlossen war,
Wie sie bricht in reinster Helle
Aus dem reinsten Augenpaar.

Und ich öffne still im Herzen
Alles, alles diesem Blick,
Und den Abgrund meiner Schmerzen
Füllt er strömend aus mit Glück!

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Heinrich Heine

Der Asra

Täglich ging die wunderschöne
Sultanstochter auf und nieder
Um die Abendzeit am Springbrunn,
Wo die weißen Wasser plätschern.

Täglich stand der junge Sklave
Um die Abendzeit am Springbrunn,
Wo die weißen Wasser plätschern;
Täglich ward er bleich und bleicher.

Eines Abends trat die Fürstin
Auf ihn zu mit raschen Worten:
Deinen Namen will ich wissen,
Deine Heimat, deine Sippschaft!

Und der Sklave sprach: ich heiße
Mohamet, ich bin aus Yemmen,
Und mein Stamm sind jene Asra,
Welche sterben wenn sie lieben.

______

Johann Freidrich von Cronegk

Der Krieg

Warum erhebt ein kühnes Feuer
Nicht mehr die still gewordne Brust?
Warum verstummst du, träge Leier,
Sonst meiner Jugend Ruhm und Lust?
Hinweg mit stolzen Lorbeerzweigen!
Die liederreichen Wälder schweigen,
Und öde steht der Helikon.
Verscheucht vom kriegrischen Getümmel,
Entfloh die holde Ruh zum Himmel:
Die Musen sind mit ihr entflohn.

Sie stiegen sonst oft lächelnd nieder,
Und scherzten hüpfend durch die Flur.
Empfindung waren meine Lieder,
Und meine ganze Kunst Natur.
Sie lehrten mich die Welt verachten,
Nie nach entfernten Gütern schmachten,
Nie stolzen Toren Weihrauch streun.
Ich fühlt ein himmlisch Feuer glühen;
Mein Geist zerfloß in Harmonien;
Es schwieg der aufmerksame Hain.


Schnell floh der Jugend erster Morgen,
Die Zeit der Dichtkunst und der Ruh.
Jetzt nahn sich schleichend Ernst und Sorgen;
Mein Mittag winkt dem Abend zu.
Und fühlt ich auch das vor'ge Feuer,
Du schwiegest doch, o träge Leier!
Wer hörte deinen sanften Klang,
Bei Flammen, Wut, Verzweiflung, Tränen,
Wenn die Besiegten sterbend stöhnen,
Und bei der Sieger Lobgesang?

Die Laster Deutschlands zu bestrafen,
Hat Gott den Krieg herab gesandt:
Er braucht nicht seiner Himmel Waffen;
Er braucht der Deutschen eigne Hand.
So wild, als ungestüme Meere,
Ergießen sich erzürnte Heere
Weit über das erschrockne Feld.
Die Unschuld staunt, der Feige zaget,
Die Tugend weint, die Schwachheit klaget,
Der Weise wird im Tod ein Held.

Wann Wolken den Olymp umziehen,
Und schnelle Nacht den Pol verhüllt;
Wann die verscheuchten Sänger fliehen,
Die mit Gesang den Wald erfüllt;
Wann sich, bei nahenden Gewittern,
Die Flur entfärbt, die Haine zittern:
So fliehn erschrocken Lenz und Tag.
Es eilt das Wild, sich zu verstecken;
Es blitzt - - die Felder stehn voll Schrecken,
Und warten auf den Donnerschlag:

So zittert Deutschland; Städte sinken,
Und Länder werden Wüstenein;
Die abgemähten Felder trinken
Das Blut erschlagner Helden ein.
Ein Heer von fremden Völkern ziehet
Erhitzt einher; der Landmann fliehet,
Der Waffen Glanz besiegt den Tag.
Der Krieg kömmt furchtbar in Gewittern!
Er kömmt, - - die Völker sehns und zittern 
- -Und warten auf den Donnerschlag:

Erseufzt, wenn du der Welt entrissen,
Und beim Genuß verkanntes Glück!
Wie lange soll dich Deutschland missen?
Komm, Friede, komm vom Pol zurück.
Du kannst von himmlisch heitern Höhen
Herab auf Deutschlands Unruh sehen;
Mitleidend siehst du die Gefahr.
Die Nachwelt wird erstaunend melden,
Wie fruchtbar unsre Zeit an Helden,
An Unglück und an Tränen war.

Ihr könnt von Friedrichs Lorbeern singen;
Erhabne Dichter künftger Zeit!
Ihn trägt der Ruhm auf ewgen Schwingen
Zum Tempel der Unsterblichkeit.
Singt Böhmens unwegsame Höhen,
Singt Lobositz, und Prags Trophäen,
Singt das an Siegen reiche Heer. -
 -Noch ist der Deutschen Lied zu niedrig:
Achill war nicht so groß, als Friedrich;
Und von Achillen sang Homer.

Wer singt den Mut, durch den in Greisen
Die Kräfte tapfrer Jugend glühn?
Wer wird dich, edler Blackney, preisen?
Und dich, unsterblicher Schwerin;
Er fiel, die Engel eilten nieder;
Triumph ertönten ihre Lieder:
Er stieg zum jubelvollen Chor.
Noch sieht der Geist, mit treuem Blicke,
 Nach seines Königs Heer zurücke, 
Und segnet es, - - und steigt empor.

o kämpft, ihr wirklich deutschen Heere!
Für Freiheit und Religion.
Kämpft, mutge Preußen! Sieg und Ehre
Und ew'ge Palmen warten schon. - 
die Zukunft zeigt sich meinen Blicken;
Ich fühl ein heiliges Entzücken:
Was fliehn für Scharen dort am Rhein?
Kämpft, Deutsche! Gott, der euch begleitet,
Gott ist es selbst, der für euch streitet,
Und Friedrich muß sein Werkzeug sein.

Doch, wie viel Blut? wie viele Zähren?
O Deutschland! o mein Vaterland!
Wie lange soll die Zwietracht währen?
Was schwächst du dich mit eigner Hand?
Statt den gemeinen Feind zu dämpfen
Muß Adler gegen Adler kämpfen,
Und Bruder wider Bruder stehn.
Dich, traur'ges Deutschland, zu zerstören,
Übt sich die Wut von deutschen Heeren,
Die selbst den Sieg mit Tränen sehn.

Ihr sichern Gegenden! erzittert,
Die noch des Krieges Zorn verschont!
Gott, der den Bau der Welt erschüttert,
Der über allen Welten wohnt,
Gott sieht auf euch; ihr liegt im Schlafe:
Sein Blick bestimmt schon eure Strafe,
Und schweigend nähert sie sich euch.
Berauscht von wilden Eitelkeiten
Höhnt ihr den drohnden Sturm von weiten,
Dem ersten Volk der Erde gleich.

In wilder Wollust brach die Jugend
Der Gottheit und der Menschheit Recht.
Still weinte die bedrängte Tugend,
Verhöhnt vom frevelnden Geschlecht.
Noch stieg sein Jubel zu den Sternen;
Der Regen rauschte schon von fernen;
Die Wellen drängten sich ins Land;
Die Flüsse traten aus den Grenzen;
Schon sah man ferne Meere glänzen,
Wo sonst des Schnitters Hoffnung stand.

Noch herrschte beim verblendten Volke
Die Frechheit, die sich sicher glaubt;
Und die verderbenschwangre Wolke
Schwebt drohend über ihrem Haupt.
Erzittert, trotzige Verbrecher!
Schon ist der Tag, der Bosheit Rächer,
Schon ist der Tag der Strafe nah!
Schnell übereilt euch das Verderben:
Nicht mehr zur Reue, nein, zum Sterben,
Zum Sterben ist die Zeit itzt da.

So schnell wird auch der Tag erscheinen,
Den itzt die sichre Welt vergißt:
An dem die Frommen nicht mehr weinen,
Nach dem kein Krieg, kein Tod mehr ist.
Schnell werden die Posaunen schallen,
Und Schrecken wird die Welt befallen.
Sie war - - Ein Wink hat sie zerstört. -
 -Vom Staube bilden sich die Glieder;
Sie fühlen ihre Seele wieder,
Teils mit Entsetzen, teils verklärt.

Ein neues schöners Weltgebäude
Wird aus des alten Schutt entstehn.
Kommt, Tugendhafte, zu der Freude,
Die noch kein sterblich Aug gesehn!
Ich seh auf neu erschaffnen Höhen
Unsterbliche Gestalten gehen. - 
-Serena! dich erblick ich da - 
 -Erzittert! trotzige Verbrecher,
Erschreckt! - - der Tag, der Bosheit Rächer,
Erschreckt! -der Tag des Herrn ist nah.

_____

Ewald Christian von Kleist

Sehnsucht nach Ruhe

Rura mihi et rigui placcant in vallibus amnes, 
Flumina amem, silvasquc, inglorius. 
Virgit

o Silberbach! der vormals mich vergnügt,
Wenn wirst du mir ein sanftes Schlaflied rauschen?
Glückselig! wer an deinen Ufern liegt,
Wo voller Reiz der Büsche Sänger lauschen.
Von dir entfernt, mit Not und Harm erfüllt,
Ergetzt mich noch dein wollustreiches Bild.

Und du, o Hain! 0 duftend Veilchental!
o holder Kranz von fernen blauen Hügeln!
O stille See! In der ich tausendmal
Auroren sah ihr Rosenantlitz spiegeln;
Betaute Flur, die mich so oft entzückt,
Wenn wird von mir dein bunter Schmuck erblickt!

Sprich Widerhall! Der, wenn die Laute Mang,
Vom kühlen Sitz, in dickbelaubten Linden,
Mit hellem Ton in güldne Saiten sang,
Sprich! soll ich nie die Ruhe wieder finden?
Wie oft, wenn ich vergnügt im Schatten lag,
Und: Doris! rief; riefst du mir: Doris! nach.

Jetzt fliehet mich die vor empfundne Lust; 
Ich kann nicht mehr dein schwirrend Schallen hören, 
Du fülltest dort mit Anmut Ohr und Brust,
Hier fliegt der Tod aus tausend ehrnen Röhren. 
Dort bot die Flur, der Bach, mir Freude dar, 
Hier sieht man Schmerz, hier fließet die Gefahr.

Wie, wenn der Sturm aus Aols Höhle fährt,
Und Wolken Staub im Wirbel heulend drehet,
Dem Sonnenstrahl den freien Durchgang wehrt,
Das grüne Feld mit Stein und Kies besäet:
So tobt der Feind, so wütend füllet er
Die Luft mit Dampf, die Felder mit Gewehr.

Der Fruchtbaum trau'rt, die Halmen bücken sich,
Der Weinstock stirbt von räuberischen Streichen,
Die schöne Braut sieht hier ihr ander Ich,
Den Blumen gleich, durch kalten Stahl erbleichen,
Ein Tränenbach, indem sie es umschließt,
Netzt ihr Gesicht, wie Tau von Rosen fließt.

Dort flieht ein Kind. Sein Vater der es führt,
Fällt schnell dahin, durchlöchert vom Geschütze;
Er nennt es noch, eh er den Geist verliert;
Der Knabe wankt und stürzet ohne Stütze,
Wie Boreas, wenn er die Schwingen regt,
Gepfropftes Reis, das stablos, niederschlägt.

Die Felder hat ein Feuermeer erfüllt,
Das um sich reißt, von keiner Macht gehemmet,
Wie, wenn die See aus ihren Ufern schwillt,
Durch Dämme stürzt, und Länder überschwemmet.
Die Tiere fliehn, das Feu'r ergreift den Wald,
Der Stämme hegt, wie seine Mutter alt.

Was Kunst und Witz durch Müh und Schweiß erbaut,
Korinth und Rom mit Gold und Pracht gezieret,
Der Städte Schmuck wird schnell entflammt geschaut,
Wie mancher Turm aus Marmor aufgeführet,
Der stolz sein Haupt hoch in die Wolken hebt,
Stürzt von der Glut! Des Bodens Veste bebt.

Das blasse Volk, das löschen will, erstickt;
Die Gassen deckt ein Pflaster schwarzer Leichen:
Und dem es noch das Feu'r zu fliehen glückt,
Das kann dem Grimm der Stücke nicht entweichen.
Statt Wasser, trinkt die nahe Wiese Blut,
Es zischt und rollt auf Felsen voller Glut.

Wenn Phöbus weicht, weicht doch die Klarheit nicht,
Die Nacht wird Tag vom Leuchten wilder Flammen;
Den Himmel färbt ein wallend Purpurlicht,
Von Dächern schrnelzt ein Kupferfluß zusammen;
Der Kugeln Saat pfeift, da die Flamme heult,
Mond und Gestirn erschrickt, erblaßt und eilt.

Wie, wenn ein Heer Kometen aus der Kluft,
Die bodenlos, ins Chaos niederfiele:
So zieht die Last der Bomben durch die Luft,
Mit Feu'r beschweift. Vom reißenden Gewühle
Fließt hier Gehirn, liegt dort ein Rumpf gestreckt,
Hier raucht Gedärm, so ist der Grund bedeckt.

Der Erden Bauch wirft oft, vom Pulver wild,
Nebst Maur und Heer, sein felsicht Eingeweide
Den Wolken zu. Die ferne Klippe brüllt,
Des Himmels Raum erhebt und schallt vor Leide;
Er wird mit Schutt und Leichen überschneit,
Als wenn Vesuv und Hekla Steine speit.

0! wer entwirft den Jammer, das Geschrei,
Des Pulvers Grimm, das Winseln und das Sterben
Natur gemäß! Mir sinkt der Kiel aus Scheu,
Wer kann mit Blut und Feu'r die Worte färben?
Du kannst es Mond! Auf, wink es; wehe du,
Das was du hörst, o Luft! den Völkern zu.

So wütet Mars. Und hört sein Wüten auf, 
So drehn wir selbst das Schwert in unsre Leiber. 
Ja, Gott des Streits! Hemm deiner Waffen Lauf!
Was braucht es Krieg? Wir sind uns selber Räuber.
 Uns schließt der Stolz in güldne Ketten ein, 
Der Geldgeiz schmelzt aus Schächten seine Pein.

Bald bringet uns ein Schurk um Ruh und Glück,
Bald suchen uns die Richter zu betrügen;
Hier wird das Geld ein heilig Bubenstück;
Dort rast ein Freund und tötet uns mit Lügen.
Bist du geschickt, ein andrer glaubt es nicht,
Warum? Weil ihm Geschicklichkeit gebricht.

Des Nächsten Glück, Erfahrung, Frömmigkeit,
Und Wissenschaft und echter Tugend Proben
Sind Fehler, die kein kluger Mensch verzeiht:
Ein großer Geist muß niemals andre loben
Wer küßt und drückt und lästert, ist verschmitzt,
Wer höhnisch blickt, der hat sich selbst genützt.

Wenn dich das Glück auf seinen Flügeln hebt,
So mag man nichts der Freunde Huld vergleichen;
Wenn Unglück stürmt, daß Mast und Steuer hebt,
0! wie dem Frost alsdenn die Schwalben weichen!
Man hat den Schwarm wie Stumme anzusehn,
Die bloß zur Pracht auf unsern Bühnen stehn.

Und wer auch noch auf Tugend standhaft hält,
Wird doch zuletzt vom Haufen hingerissen,
Gleich einem, der in wilde Fluten fällt;
Er peitscht den Strom mit Händen und mit Füßen,
Er klimmt hinauf; doch endlich fehlt die Kraft,
Der Leib erstarrt, sinkt und wird fortgerafft.

Ja Welt! Du bist des wahren Lebens Grab,
Oft reizt mich auch ein heißer Trieb zur Tugend!
Vor Wehmut rollt ein Bach die Wang herab;
Das Beispiel siegt, und du, o Feu'r der Jugend!
Du trocknest bald die edlen Tranen ein.
Ein wahrer Mensch muß fern von Menschen sein.

Pflügt denn das Meer zum fernen Mohrenland,
Ihr Toren! Eilt, fischt Perlen aus dem Grunde,
Es sei ein Brett des Todes Scheidewand;
Beraubt den Berg, steigt tief in seine Wunde.
Dies rührt mich nicht. Ihr suchet Angst und Not,
Ein güldner Dolch befördert euren Tod.

Führt Schlösser auf, laßt eine Morgenwelt,
An jeder Wand, mit Gold durchwirket sehen;
Laßt Trinkgeschirr aus Indien bestellt,
Und Diamant den Wert von euch erhöhen.
Ihr grabt die Ruh bei Marmorsäulen ein,
Ihr sehet Pracht; ich Leinwand, Erde, Stein.

Vergießt das Blut aus falscher Tapferkeit,
Tobt kühn herum, wie wilde Hauer toben,
Damit ihr seid, wenn ihr gleich nicht mehr seid,
Damit euch einst die Totenlisten loben.
Wird wohl der Geist durch Schilderei ergetzt,
Wenn euch der Star die Augen hat verletzt?

Wie täuscht der Schein; ihr seid Verliebten gleich,
Die feuervoll den Gegenstand nicht kennen.
Macht mich das Glück nicht groß, berühmt und reich,
Geringer Gram! Ich will es Fürsten gönnen.
Ein ruhig Herz im Tal, wo Zephyr rauscht,
Sei nimmermehr für Flittergold vertauscht.

Zeig du dich mir, o teppichgleiche Flur!
O Bach! den Rohr, Gebüsch und Wald umfangen.
Kein güldner Sand; dein Murmeln reizt mich nur,
Und Zweige, die Vorhängen ähnlich hangen.
Wenn ich im Geist auf euch, Gebirge steh,
Schätz ich die Welt so klein, als ich sie seh.

Wie der, der sich von seiner Schönen trennt, 
Untröstbar ist; die dunkeln Blicke kleben
An allen steif, ohn daß er sieht. Er rennt,
Er seufzet tief, und sucht umsonst sein Leben, 
Liebt Kluft und Wald, klagt, ringt die Hände, schreit, 
Der Widerhall klagt auch, und mehrt sein Leid.

So sehn' ich mich, o grüne Finsternis
Im dichten Hain! ihr Hecken und ihr Auen!
Nach eurem Reiz; so klag ich, ungewiß,
Euch nur einmal, geschweige stets, zu schauen.
0 zeigt euch bald! 0 Doris! meine Ruh,
Drück mir einst dort die Augen weinend zu.

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Heinrich Heine 

Die Wanderratten

DIE WANDERRKfTEN

Es gibt zwei Sorten Ratten:
Die hungrigen und satten.
Die satten bleiben vergnügt zu Haus,
Die hungrigen aber wandern aus.

Sie wandern viel tausend Meilen,
Ganz ohne Rasten und Weilen,
Gradaus in ihrem grimmigen Lauf,
Nicht Wind noch Wetter hält sie auf.

Sie klimmen wohl über die Höhen,
Sie schwimmen wohl durch die Seen;
Gar manche ersäuft oder bricht das Genick,
Die lebenden lassen die toten zurück.

Es haben diese Käuze
Gar fürchterliche Schnäuze;
Sie Lagen die Köpfe geschoren egal,
Ganz radikal, ganz rattenkahl.

Die radikale Rotte
Weiß nichts von einem Gotte.
Sie lassen nicht taufen ihre Brut,
Die Weiber sind Gemeindegut.

Der sinnliche Rattenhaufen,
Er will nur fressen und saufen,
Er denkt nicht, während er säuft und frißt,
Daß unsre Seele unsterblich ist.

So eine wilde Ratze,
Die fürchtet nicht Hölle, nicht Katze;
Sie hat kein Gut, sie hat kein Geld
Und wünscht aufs neue zu teilen die Welt.

Die Wanderratten, o wehe!
Sie sind schon in der Nähe,
Sie rücken heran, ich höre schon
Ihr Pfeifen - die Zahl ist Legion.

0 wehe! wir sind verloren,
Sie sind schon vor den Toren!
Der Bürgermeister und Senat,
Sie schütteln die Köpfe, und keiner weiß Rat.

Die Bürgerschaft greift zu den Waffen,
Die Glocken läuten die Pfaffen.
Gefährdet ist das Palladium
Des sittlichen Staats, das Eigentum.

Nicht Glockengeläute, nicht Pfaffengebete,
Nicht hocliwohlweise Senatsdekrete,
Auch nicht Kanonen, viel Hundertpftinder,
Sie helfen euch heute, ihr lieben Kinder!

Heut' hellen euch nicht die Wortgespinste
Der abgelebten Redekünste.
Man fängt nicht Ratten mit Syllogismen,
Sie springen über die feinsten Sophismen.

Im hungrigen Magen Eingang finden
Nur Suppenlogik mit Knödelgründen,
Nur Argumente von Rinderbraten,
Begleitet mit Göttinger Wurstzitaten.

Ein schweigender Stockfisch, in Butter gesotteu,
Behaget den radikalen Rotten
Viel besser als ein Mirabeau
Und alle Redner seit Cicero.

_____

Johann Christian Günter

An Gott

AN GOTT

Nmi, lieber Gott, du bleibst ja lange,
Ich weiß nicht, was ich denken soll.
Der Zweifel macht der J-Ioffnung bange,
Ich weine Bett und Bibel voll;
Ach, soll denn ich, nur ich nllein
Ein Greuel meines Schöpfers sein?

Ich mag mich schicken, drehri und winden,
Es ist mit allem nichts getan.
Ein Sperling schläft in hohlen Liuden
Und findet, wo er füttern kann;
Mich jagt die Mißgunst hin und her
Und macht mir noch (lie Armut schwer.

Ich habe Freund und hab auch keinen;
0 wär ich doch ein Rabenkind!
Der Kummer wühlt in Mark und Beinen,
Die schon von Krankheit mürbe sind;
Ja, wem ich ehmals Guts erzeigt,
Der sieht und hört mein Weh und schweigt.

Was helfen mich nun alle Gaben,
Verstand und Kunst und Ehrlichkeit?
0 hätt ich nur mein Pfund vergraben!
Es wäre doch wohl eine Zeit,
Indem man allerorten sieht,
Wie hoch der Toren Glücke blüht.

Die Strafe bessert sonst die Sünder; 
Dies ist mehr Grausamkeit als Zucht. 
Versuch einmal und geh gelinder,
Vielleicht gewinnt es eher Frucht;
Ein scharfer Streich und langer Grimm
Macht oft die besten Herzen schlimm

Gefall ich mir in Bosheitslastern
Und bin ich eines Menschen Feind,
So soll mein lIaupt die hölle pflastern,
Auch eh dein großer Tag erscheint.
Du kennst mein Herz, das sonder List,
Obgleich nicht ohne Schwachheit ist.

Ich räche mich am ärgsten Spötter
Mit Langmut, Wohltun und Geduld.
Mein Glaube steht im härtsten Wetter
Und denkt; Es ist verdiente Schuld.
Ach, aber bei so vieler Schmach
Läßt endlich nach die Hoffnung nach.

Geburt, Exempel, lNot und Jugend
Sind Ursaeh, daß ich fehlen muß.
Wer geht wohl stets den Weg der Tilgend?
Ich strauehje selber mit Verdruß
Und bin nach schneller Ren und Leid
Der erste, der mich straft und zeiht.

Was willst du mit dem Schatten znnken?
Beweis an Stärkern deine Macht!
Wer wird dir in der Hölle danken?
Ach, hast du dies noch nicht bedacht?
Du kommst mit Donner, Blitz und Sturm.
Wer ist der große Feind? Ein Wurm.

 

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Sendereihenfolge

Die Sendereichenfolge steht noch nicht fest, da insgesamt drei Stunden Sendeplatz zur Verfügung stehen. 

Buchvorstellungen, Buchkritiken, ...

wieder keine Kritik, welch eine langweilige Sendung [Der Setzer]

Sonstiges

Die Schlacht ist entschieden. Jetzt geht im Nahen Osten der Krieg erst richtig los. Wer bekommt wieviel vom Öl und zu welchen Konditionen. In Asien grassiert die Wirtschaftskrise; dies destabilisiert die dortigen Staaten, die wie vorher die USA für die Innenpolitischen Spannungen ein Ventil brauchen. Es steht zu befürchten, daß sich am Irak-Krieg die weltweiten Ölkriege entzünden (die früjher oder später ohnehin auftreten mussten.). .     


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