Nachtrag: 11. Juni 2009 - Aus Datenschutzgründen und wegen des hohehn Spamaufkommens wurden die Emailadressen von der Website genommen. Auch wegen Datenschutz werden die Telefonnummern und dezifierte Adresstdaten gegebenenfalls gelöscht.
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Sprecher und Komoderatoren
Bandkontakte
Gedichte in der Sendung
Sendereihenfolge von Musik, Kommentaren und Gedichten
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Dr. Dieter Porth (verantwortlich)
Manuela Imgrund
(Eingangsmusik)
Tom de Toys & Jo Marek ( http://www.ggn.de/
) "Viel Leicht Wie Liebe"
- Tel:
- Email:
- Poemie(tm), Berlin
Da ich im "Sprachlabor" gerade den Nachwuchsmusikern eine Chance geben möchte, stelle ich in der Sendung auch gerne Musik von unbekannteren Bands vor, wobei auf der Website weitere Kontaktinformationen zu finden sind. Schicken Sie mir einfach eine Demo-CD zu (Adresse).
In der Sendung selbst wird alles gespielt - von Klassik über Blues und Jazz bis zum Hip-hop, House, Punk und Rap. Ein Senden kann ich nicht versprechen, aber wenn ein Musikstück zu einem Gedicht passt, wird es in die Sendung eingebaut. Dr. Dieter Porth
| AutorName | AutorEmail | GedichtTitel | GedichtURL | Homepage | Radiosendetermin | SendeReihenfolge |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Astrid Dummer | Und es gibt sie doch... | http://www.fortunecity.de/lindenpark/barock/198/5234.htm | http://www.fortunecity.de/lindenpark/barock/198/5234.htm | 07.05.04 | 1 | |
| Bruno Bansen | http://webcenter.lycos.de/account/addons/guestbook/sign.phtml?id=giersbeck.de | Meyer chattet | http://www.giersbeck.de/bruno.htm#Meyer%20chattet | http://www.giersbeck.de/index.htm | 07.05.04 | 3 |
| Alex Anders Teußer | Verdrehte Farben | http://gedichte-in-blau.de/Gedichte/Kapitel_IIIa/Verdrehte_Farben.htm | http://gedichte-in-blau.de/ | 07.05.04 | 4 | |
| Julia Lutter | lautlose Tränen | http://www.julialutter.de/lyrik/erwachen/lautlos.html | http://www.julialutter.de/ | 07.05.04 | 6 |
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Nachtrag: 11. Juni 2009 - Aus Datenschutzgründen und wegen des hohehn Spamaufkommens wurden die Emailadressen von der Website genommen. Auch wegen Datenschutz werden die Telefonnummern und dezifierte Adresstdaten gegebenenfalls gelöscht.
ADELBERT VON CHAMISSO (1835)
Die alte Waschfrau.
Du siehst geschäftig bei dem Linnen
Die Alte dort in weißem Haar,
Die rüstigste der Wäscherinnen
Im sechsundsiebenzigsten Jahr.
So hat sie stets mit sauerm Schweiß
Ihr Brot in Ehr' und Zucht gegessen,
Und ausgefüllt mit treuem Fleiß
Den Kreis, den Gott ihr zugemessen.
Sie hat in ihren jungen Tagen
Geliebt, gehofft und sich Vermählt;
Sie hat des Weibes Loos getragen,
Die Sorgen haben nicht gefehlt;
Sie hat den kranken Mann gepflegt;
Sie hat drei Kinder ihm geboren;
Sie hat ihn in das Grab gelegt,
Und Glaub' und Hoffnung nicht verloren.
Da galt's die Kinder zu ernähren;
Sie griff es an mit heiterm Muth,
Sie zog sie auf in Zucht und Ehren,
Der Fleiß, die Ordnung sind ihr Gut.
Zu suchen ihren Unterhalt
Entließ sie segnend ihre Lieben,
So stand sie nun allein und alt,
Ihr war ihr heit'rer Muth geblieben.
Sie hat gespart und hat gesonnen
Und Flachs gekauft und Nachts gewacht,
Den Flachs zu feinem Garn gesponnen,
Das Garn dem Weber hingebracht;
Der hat s gewebt zu Leinewand;
Die Scheere brauchte sie, die Nadel,
Und nähte sich mit eig'ner Hand,
Ihr Sterbehemde sonder Tadel.
Ihr Hemd, ihr Sterbehemd, sie schätzt es,
Verwahrt's im Schrein am Ehrenplatz;
Es ist ihr Erstes und ihr Letztes,
Ihr Kleinod, ihr ersparter Schatz.
Sie legt es an, des Herren Wort
Am Sonntag früh sich einzuprägen,
Dann legt sie's wohlgefällig fort,
Bis sie darin zur Ruh' sie legen.
Und ich, an meinem Abend, wollte,
Ich hätte, diesem Weibe gleich,
Erfüllt, was ich erfüllen sollre
In meinen Grenzen und Bereich;
Ich wollt', ich hätte so gewußt
Am Kelch des Lebens mich zu laben,
Und könnt' am Ende gleiche Lust
An meinem Sterbehemde haben.
von ADELBERT VON CHAMISSO (1835)
LUDWIG WITTIG (1848)
Auf dem Bau.
Am Hals ein Eisen, eins am Fuß,
Zweifarbig seine Jacke,
Die Haare wirr, den Blick gesenkt,
So schwingt er seine Hacke.
Wie der, der ihm zur Seite geht
Mit drohendem Gewehre,
So trug auch er sonst ander Tuch,
So dient' auch er im Heere.
Die Zeit war schlecht, das Korn war rar
Und groß die Noth der Armen,
Auf jedem Platz und Wege schlug
Empor der Schrei: Erbarmen!
Ach lieber Herr, ein Stückchen Brod,
Hab gestern schon gehungert,
Nach Arbeit, doch vergebens nur,
Den ganzen Tag gelungert.
Und als für Geld kein Brod mehr feil
Und leer die Magazine,
Da sprang, die längst schon vollgefüllt,
Die todesschwangre Mine.
Da heult' es: Arbeit oder Tod!
Und durch der Städte Straßen
Sah man, vom Hunger angefacht,
Des Aufruhrs Flamme rasen.
Da reißt der Trommel dumpfer Ton
Ihn in der Brüder Mitte,
Die Bayonnette aufgepflanzt,
Gings vor im Sturmesschritte.
Als gält' es nur ein lustig Spiel,
Ein Schießen nach den Scheiben,
So waren Kugeln ausgetheilt -
Den Hunger zu vertreiben.
Und horch, ein Schrei! Ein wilder Hauf
Wogt her im Straßenschatten,
Und gegenüber stehen sich
Die Hungernden, die Satten.
Hoch vor dem Trupp 'nen Fetzen Zeug
an einer hohen Stange,
Als Fahne flatternd in der Luft,
trägt eine wilde Range
Brod - ruft es, - Brüder, gebt uns Brod!
Macht Brod aus diesen Steinen!
Daß unsre Kinder nicht daheim
Vor Hunger länger weinen.
Ihr schießt doch nicht?! Um ein Loth Blei
Wär' das Pfund Brod zu theuer - -
Da tönt es drüben durch die Reih'n:
"Schlagt an, Gewehre! Feuer!"
Die Salve kracht - nun wilde Flucht,
Nichts bleibt als - blutge Leiber;
Die haben keinen Hunger mehr,
Drei Männer und zwei Weiber.
Der Hauptmann ruft: "In Lauf den Stock!"
Und lauscht mit scharfem Ohre -
"Weh Euch, find ich noch einen Schuß
Bei Einem in dem Rohre!"
Er fand ihn. - Der dort auf dem Wall,
Der hatte nicht geschossen,
In Königs Rocke fühlte er
Sich aus dem Volk entsprossen.
Ihm pocht' in wildem Schlag das Herz,
Ihm zitterten die Glieder.
Auf die er hob das Mordgewehr -
Die waren seine Brüder.
Sie stellten ihn vors Kriegsgericht,
Weil, treulos seinem Eide,
Er noch als Mensch gefühlt, gedacht,
In dem Gehorsamskleide.
Die Kugel brachr' das Urtcl ihm,
Nach Fug und Recht im Staate,
Doch edelmüthig schickte ihn
"Zum Bau" des Königs Gnade.
von LUDWIG WITTIG (1848)
Ablauf für 7.5.2004
--Tom de Toys + Jo Marek "Leicht wie Liebe" plus Ansage Track 1-- Tom
de Toys + Jo Marek "Viel Leicht Wie Liebe"
Startmoderation
- Gedichte der heutigen Sendung, Kommentare zu den Gedichten
- Mitmoderatoren Manuela Imgrund
- 0551 / 42710 (während der Sendung in den Musikpausen)
- Hitliste
- Sonderthema: ---
-- J. M. Herrmann "Jetlag" - Track 7J.M. Herrmann "Curiosity"
-
Astrid Dummer "Und es gibt sie doch" - Manuela
-- Floting tone "Trafalgar square" - Track 4Floting Stione "live
bookleg - Norgelbuff Mitschnitt"
Ludwig Wittig 1848 "Auf dem Bau" - Dieter
-- Spain "Cant avaoid" Track 1Spain "Pain in the Ass"
Bruno Bansen "Meyer chattet" - Dieter
in Bruno Bansen "Meyer" Karisma-Verlag 2003 (24
verse)
-- Skip it "Skip it" - Track 10[Sampler] Skannibal Party
Adelbert von Chamisso 1835 "die alte Washfrau" - Manuela
-- J.S. Bach Partia BMV 786 "Sei gegrüsst, Jesus gütig" [sampler]
"Barockfestival" - CD 1 Track 5+6
Alex Anders Teußler "verdrehte Farben" - Manuela
-- Sammy "Pulsopiver" - Track 2Sammy "Sammy at Work "
Endmoderation und Vorschau auf die nächste Sendung
Kontakt während der Sendung 0551 / 42710 während der Musikstückea)
sonstige Kontakte: - Stadtradio, Gronerstraße 2, 37073 Göttingen
- Email --- keine Emailangaben ---
- Montagabend: Go-Spielen im Apex (Gö-Kneipe, Burgstraße - wenn es meine Zeit
zulässt)
b) Verantwortlichkeit: Dr. Dieter Porth, livesendung
c) nächste Sendung 21.5.2004 (16:00 - 17:00)
d) Ausblick: (nicht besonderes) Dorian Schäfer und Andreas Strum (live) Jana
Ballenthiem
Julia Lutter "lautlose Tränen" - Dieter
-- Chris de Burgh "A spacemann come traveling" - CD 1 Track 3[Sampler]
Christmas Classics
-- Daria "If I had a wish" - CD 2 Track 9[Sampler] Christmas Classics
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