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Sprecher und Komoderatoren
Bandkontakte
Gedichte in der Sendung
Sendereihenfolge von Musik, Kommentaren und Gedichten
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Dr. Dieter Porth (verantwortlich)
(Eingangsmusik)
Tom de Toys & Jo Marek ( http://www.ggn.de/
) "Viel Leicht Wie Liebe"
- Tel:
- Email
- Poemie(tm), Berlin
Da ich im "Sprachlabor" gerade den Nachwuchsmusikern eine Chance geben möchte, stelle ich in der Sendung auch gerne Musik von unbekannteren Bands vor, wobei auf der Website weitere Kontaktinformationen zu finden sind. Schicken Sie mir einfach eine Demo-CD zu (Adresse).
In der Sendung selbst wird alles gespielt - von Klassik über Blues und Jazz bis zum Hip-hop, House, Punk und Rap. Ein Senden kann ich nicht versprechen, aber wenn ein Musikstück zu einem Gedicht passt, wird es in die Sendung eingebaut. Dr. Dieter Porth
Tsunami-Haikus zwischen den Jahren 2004
A: Naturgewalt
B: Klagen - Machtlosigkeit
C: Gemeinschaft - Reden darüber - Moral
A: 1. o.T
Wasser, Erde bebt
Natur verschlingt die Gier
Herzschlag fließt ins Meer
Julia Lutter [] - 1:04 / 29.12.04
A: 3. o.T.
auf dem weg - leben
ereignisreiches treiben
rückkehr in das nichts
Talia [] - 2:52 / 29.12.04
A: 4. mitgefangen - mitgehangen
fern bebt die erde
die faust des meeres schlägt zu
greift sich das leben
joschi anzinger [] - 7:37 / 29.12.04
A: 5. o.T.
Eben noch Freude
stürzen Tränen ins Unglück
fluten in das Meer
Monika Schudel [] - 11:36 - 29.12.04
A: 15.1 o.T.
Die Macht der Meere
Gegen die Macht der Menschen
Bringt Leid und Leere
http://web.utanet.at/mgilhaus/meere.htm
Melanie Gilhaus [] - 14:35 / 30.12.04
Schweres Seebeben
Trauerspiel im Wellenrausch
Opfer dieser Welt
Silke Klaassen- Boehlke / Capri [] - 1:40 / 29.12.04
B: 6. o.T.
verträumter sandstrand
fast letzte scheinidylle
ein freund hat überlebt !
Karsten Herz [] - 13:12 / 29.12.04
B: 7. Natur greift ein
Eben Paradies
Sekunden später Hölle
Welt verändert sich
Traudel Zölffel [] - 15:04 / 29.12.04
B: 8. o.T.
Ein kleines Zucken
Ein Wimpernschlag der Erde
Und Blinde sehen
Ecco Meineke [] - 19:36 / 29.12.04
B: 9. Gewalt.
Gnade uns Gott, wenn
die Natur Ihr Schauglas räumt.
Flucht ist ausweglos.
Annemie Fetten-Winklhofer [] - 22:22 / 29.12.04
B: 14. o.T.
Erdbeben sagst du?
Welch harmlose Umschreibung
für die Hölle pur!
Karin Rohner [] - 14:09 / 30.12.04
B: 15.2. o.T.
TSUNAMIS SCHATTEN
NAHM SICH DAS KINDERLACHEN
AUS DEM MENSCHENSCHUTT
http://web.utanet.at/mgilhaus/tsunami.htm
Melanie Gilhaus [] - 14:35 / 30.12.04
B: 16. o.T.
Den Winter fliehen
Wo Sonne Sandburgen wärmt
Die Kälte kam doch
Jack Menn [] - 21:06 / 30.12.04
C: 10 o.T.
Das Wasser bricht herein -
wo sind Häuser, Hoffnung jetzt?
Nachricht im Fernsehen!
Hermann J. Vief [] - 22:36 / 29.12.04 - 1 (5).3
C: 11. o.T.
Schreie der Seele.
Hält die humanitäre
Liebe zusammen?
Jolan Rieger [] - 11:11 / 30.12.04
C: 12. o.T.
Globuli global.
Weltumspannende Spannung.
Entlädt sie sich so?
Helmut Maier [] - 11:17 / 30.12.04
C: 17. o.T.
Flutkatastrophen
machen uns endlich bewusst
wir sind eine Welt
Jasmin Crombach (Hoffnungsschimmer) [] - 21:12 / 30.12.04
C: 18. Hoffnung
Wassergewalten
friedvolle Stimmung im Leid
vereint Menschlichkeit
Wilma Thomalla [] - 22:52 / 30.12.04
C: 19. o.T.
Poseidon erzürnt.
Ölverpestete Meere.
Tsunami gen Land.
Heike Jacob [] - 9:28 / 31.12.04
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Babel 2
(von Manfred Ebeling - 29.12.2004)
1.
Und wenn die Welt
in Scherben geht
so hol ich einen Besen
und sage: hoppla -
schade drum,
sie ist so schlecht
doch nicht gewesen !
2.
Doch jetzt
kommt eine neue Welt,
wir haben lang genug sie konstruiert
die alten Mängel abgestellt
damit sie diesmal
besser funktioniert !
3.
In Ehren halten wir den Ruf
und denken gern
an jenen ältren Herrn zurück,
von dem man sagt,
daß er die Welt erschuf
doch schuf er, wenn man´s recht bedenkt,
uns Menschen
nur ein mittelmäß'ges Glück.
4.
Das wolln wir, so ist´s unser Plan,
nun endlich
in die eignen Hände nehmen
DU hast, o Herr, es lang genug getan
und sollst, gemächlich, Schritt für Schritt,
zur wohlverdienten Ruhe
Dich bequemen.
5.
DU hast
- dafür sei Dir zutiefst gedankt -
die Welt
bis heut ganz ordentlich geführt
doch hat
das Wachstum hier zu erden längst
die Grenzen der Natur erlangt
und es wird Zeit
daß sich - gerad´ in diesem wicht´gen Punkt -
auf Erden bald was Neues rührt.
6.
Auch war die Grundidee nicht schlecht
nach der Du einst
den Menschen schufst
doch ist es uns in keiner Weise recht,
daß dann, nach einer viel zu kurzer Zeit,
Du uns schon wieder
aus dem Leben abberufst.
7.
Das Sterben ist uns unliebsam
wir haben viel
in unserm Leben wohl begonnen -
das nie - obwohl wir uns bemüht! -
sein Ende nahm
die Zeit, sie ist uns
einfach so
dahingeronnen.
8.
Schon kommt Dein gänzlich
uns verhaßter Knecht
nimmt sich, wie selbstverständlich,
unser Leben,
vollzieht an uns
sein unbarmherz'ges Recht,
das Du, o Herr,
in Deinem alten Schöpfungsplan
ihm - ohne weitres - einst gegeben.
9.
Dann ist's vorbei mit unsern Tagen
vergeblich ist,
wonach ein Leben lang wir strebten !
Vergeblich auch sind alle Schätze
die wir - vielleicht -
im Alter in uns tragen
es schließt das Meer sich über uns
gerade so,
als ob wir niemals lebten.
10.
Das gibt, o Herr,
uns bitt´ren Grund zur Klage
seitdem wir hier
auf Deiner Erde wandeln
indessen sehn wir uns
durch unsre
Forschung in der Lage
in diesem Punkte ganz allmählich
für uns selbst zu handeln.
11.
Du selbst
gabst uns einst den Verstand
auf daß wir diese Welt,
die Du uns gabst,
nach Deinem Bild gestalten
nun gib uns auch die freie Hand,
laß uns - nach unsrer Wissenschaft ! -
fortan in Deiner Schöpfung walten.
12.
Sieh, Herr,
wir haben unsre Zeit genutzt
und sieh, was wir bis heute
Deiner Erde abgerungen !
Wir haben Häuser, Städte und uns selber aufgeputzt,
dabei das Hohelied auf Deine Schöpfung
- wie Du´s verlangtest -
viel tausend male laut gesungen.
13.
Natur wird, weil wir uns bemühn,
in Zukunft vor sich selbst geschützt
auf daß nur wächst, gedeiht und blüht
das,
was dem Menschen auch was nützt
14.
Und sieh, o Herr, der Tiere Leben,
was wir durch Forschung
hier erzielten
- wir schafften, daß sie mehr uns geben
als sie von der Natur erhielten !
15.
Ja, selbst das Innenleben der Natur
kann sich vor unsern Rechnern
länger nicht verstecken
wir sind ganz dicht ihm auf der Spur
und werden, was es uns heut noch vorenthält
schon morgen
bis in das allerkleinste Teil entdecken.
16.
Verlängert haben wir das Leben
doch ist's für uns
noch lang nicht lang genug !
Das ew'ge Leben ist's,
wonach wir unaufhörlich streben,
wo nicht auf einen Schlag,
so eben langsam, Zug um Zug.
17.
Des Körpers oft so kranke Glieder
die werden
leicht und
künstlich wir ersetzen
wir machen sie stabil
und reparieren
sie immer wieder
dann werden wir uns nicht,
so wie bisher,
bei jeder Kleinigkeit verletzen.
18.
Die Schönheit kaufen wir im Katalog
- hinweg mit allem, was das Auge kränkt !
Vorbei die Zeit, da die Natur uns all zu oft
um unsre Makellosigkeit betrog
jedweder körperliche Mangel
wird nun behoben
und in Vergessenheit ertränkt !
19.
Wir schaffen
und wir dulden nichts,
nichts, als
die reinste Perfektion
- Vollkommenheit in allen Dingen! -
bei Obst, Kartoffeln und Gemüse
gelingt uns das seit langem schon
warum nun soll grad´ bei uns selbst
uns das nicht ebenso gelingen !?
20.
Und niemand soll uns mehr beerben
was uns ist, das muß unser bleiben
wenn, was wir treiben, uns gelingt
dann braucht
bald niemand
mehr zu sterben
wir können Zinsen und Gewinn
für ewig uns aufs Konto schreiben.
21.
Statt ständig
neue Menschen zu verbreiten
woll'n wir die jetzt'gen
- wo es sich lohnt -
gegeb'nenfalls
kopieren
und alle Klugheit,
alles Wissen der vergangnen Zeiten
erst mit sich selbst
und dann mit
uns
multiplizieren !
22.
Doch dafür muß die Dummheit sterben,
wir jagen sie
mit Schimpf und Schand' hinaus
aus unsrer neuen Welt
sie darf sich
in dem neuen Menschen nicht vererben
damit er nicht - wie schon einmal! -
mit Haut und Haar
in ihre dreisten Hände fällt.
23.
Das freie Feld befruchten wir sodann
hinein bis in die
letzten Ecken
darauf soll nichts
als Klugheit
und Besonnenheit gedeih'n
die sollen
bis hinauf in Deinen Himmel
sich erstrecken
und uns
- auf unserm forschen Weg
zu Deinem Ebenbilde -
festlich weih'n.
24.
Was uns gelehrt dereinst die Alten
- sie sprachen gern von Anstand,
Sitte und Moral -
das mögen sie, in ihrer tiefen Gruft
für sich behalten
wir bauen völlig neue Menschen,
mit Köpfen aus Beton und Stahl.
25.
Und dann - was haben jene Alten sich
an purem
Luxus nicht erdreistet -
Barmherzigkeit, Gefühl und Liebe
wie einen Götzen hoch verehrt !
Für uns zählt nur, was einer leistet
nur dafür kriegt er kargen Lohn
wenn überhaupt...
und alles andre ist verkehrt.
26.
Wenn sie grad keine Not erleiden
so sprachen
unsre Eltern
schon von "Glück" !
Wir wollen - so gering -
uns
keinesfalls bescheiden
und nicht in die Vergangenheit
und nicht
in jenes
graue Mittelmaß zurück
27.
Wir fordern mehr
als "keine Not"
wir wollen alles was es gibt erleben !
Uns reicht bei weitem nicht
das kleine Stückchen täglich Brot
mit dem Du unsern alten Vätern einst
Glück und Zufriedenheit gegeben.
28.
Wir wolln besitzen! leben! reisen!
- an den Genüssen, die da sind
uns ohne
jedes Maß berauschen!
wir wollen
nur mit
goldnen Löffeln speisen
und ausnahmslos hinzu gewinnen
anstatt zu
geben und zu tauschen.
29.
So werden wir die neue Welt
in kurzer Zeit
wohl besser als die alte war
errichten !
Sieh nur herab, o Herr,
von Deinem grenzenlosen Sternenzelt
und siehe,
wie wir
zügig, Stein auf Stein
in Richtung Deines hohen Himmels schichten
30.
Und diesmal soll es uns gelingen
- was haben in viel tausend Jahren
wir aus Erfahrung nicht gelernt !
Vor Deinen Augen werden wir's,
mit Glanz und Gloria vollbringen
und sind mit jedem neuen Tage
von Deiner hochgeheimen Haustür
ein Stückchen weniger entfernt.
31.
Die Sternlein - es wird höchste Zeit -
woll'n wir, wie sie da steh'n,
der Reih´ nach visitieren
um dann, bei dieser günstigen Gelegenheit,
das letzte Ende aller Galaxien .... und .....
was wohl noch dahinter kommt -
zu inspizieren.
32.
Das Universum woll'n wir neu vermessen
und dann - nach unsern Regeln -
neu gestalten !
Laß uns, o Herr, das ganze alte Regelwerk
- und was da sonst noch war - vergessen,
und Erd´ und Stern´ und Firmament
für alle Zeiten selbst verwalten.
33.
Und fürcht Dich nicht
wenn wir dereinst, auf unsern Reisen
Dich selbst, und die da um Dich sind entdecken
wir werden fürstlich Euch
auf Eurem Alterssitze speisen
und Ihr braucht nicht mehr, wie bisher,
Euch vor der Rasse, die Ihr schuft,
im weiten Weltenall verstecken.
34.
Nichts soll den Tatendrang uns rauben
und nichts
soll unsern Plan verspäten
es eint die Menschheit endlich
sich in einem einz'gen Glauben
und sie wird keinen andern Gott
als einzig und allein
sich selbst anbeten.
35.
Es träumte mir, oh Herr, ich sollt es sein,
Dir, was auf Erden wir beschlossen
mit meinen Worten vorzutragen
und - während ich so zu Dir sprach
da fiel ich
über einen winz'gen Stein
und hab - die Nas´ und auch die Stirn
auf Deiner Erd´, o Herr !
mir heftig blutend
aufgeschlagen.
36.
So also bin ich aufgewacht
und finde mich,
ein Wurm im Würmermeer
zu Deinen goldnen Füßen
Verzeih, o Herr, was wir
in wirrem
Traum uns ausgedacht
und laß uns unsern G r ö ß e n w a h n
im Leben nicht
und nicht im Tode büßen.
E N D E
am 29.12.2004 von
Manfred Ebeling []
*Tom de Toys + Jo Marek "Leicht wie Liebe" plus Ansage Track 1
-- Tom de Toys + Jo Marek "Viel Leicht Wie Liebe"
Startmoderation
- Gedichte der heutigen Sendung, Kommentare zu den Gedichten
- 0551 / 42710 (während der Sendung in den Musikpausen)
- Hitliste
- Sonderthema: Tsunami
- Aufruf:: "Göttinger schreiben Gedichte zu Göttingen"
Mendelson Bartholdy "Frühlingslied - Nr. 4 a-dur op. 90
"Italienische" - Track 2
sampler [Meisterwerke der Classic] (20 CD's)
Sequenz Haiku A 5 - Dieter
- Unterlegmusik "Insame Inseln im indischen Ozean"
- Track 4
Sampler "Trauminseln der Ozeane" -Blaue Planet
? "Glühende Sandstrände" - Track16
sampler "Verträumte Lagunen- blaue Planet"
Sequenz B Haiku - Dieter
- Unterlegmusik Maurice Ravel "Rhapsodie espagnode" -
Track 3
sampler [Meisterwerke der Classic] 20 CD's)
Ludwig V. Beethoven " Klaviersonate Nr. 8 c-Moll op 13 Pathetique" -
Track 8
sampler [Meisterwerke der Classic] 20 CD's)
Sequenz Haiku C - Dieter
Unterlegmusik __ Murphys Law "Kingdom on the run"
- Track 7
Murphys Law " last minute"
Dionysos " La Petite Princess aux Sens Express" - Track 6
Dionysos "Haiku"
Manfred Ebelking "Babel 2" - Dieter
Stratos " Falls ddie Sonne je den Mond berührt" - Track 3
Stratos "Paint me"
Endmoderation und Vorschau auf die nächste Sendung
Kontakt während der Sendung 0551 / 42710 während der Musikstücke
a) sonstige Kontakte: - Stadtradio, Gronerstraße 2, 37073 Göttingen - Email --- keine Emailangaben ---
- Montagabend: Go-Spielen im Apex (Gö-Kneipe, Burgstraße - wenn es meine Zeit
zulässt)
b) Verantwortlichkeit: Dr. Dieter Porth, Aufnahme
c) nächste Sendung 7.1.2004 (16:00 - 17:00)
d) - Aufruf:: "Göttinger schreiben Gedichte zu Göttingen"
Stroke "Momentary - Track 2Strok "Internal call"
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