In der "Nacht der Lyrik" am 24/25. August las
HerbErd (Email: [- Emailadresse aus Spamschutz am 1.3.2010 gelöscht -])
zwei seiner Kurzgeschichten, die hier zum Nachlesen abgdruckt sind. Die beiden Geschichten heißen:
Oh, du berührungslose
Gesellschaft
Scherben
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Oh, du berührungslose Gesellschaft
Oh, Du berührungslose Gesellschaft - Oh, Du entartete Kreatur, du nimmst deine Gefühle mit den Augen und den Mund auf, hauptsächlich stopft's de rein, gucks de zu - das ist schön, das schmeckt gut, das ist bunt, das schmeckt süß, das muß man tragen, das wird gegessen!
Du stehst das, du stehst da und willst gehen, du stehst da
und willst geh'n und auf ein-
mal spürst du ein Gribbeln, du stehst da und willst geh'n und auf einmal
spürst du so
ein angenehmes Gribbeln.
Ja! Gribbeln findet noch statt - Ja! Gribbeln ist geil!
Auf der Autobahn, am Spielautomat, im Fernseher, beim Fall in die Tiefe, beim Klettern
in
die Höhe, in der Phantasie des Alltag's: Iimmer wird noch Einer draufgesetzt -
damit's gribbelt.
Du rufst an; du rufst an und willst mich sehn; du rufst an
und willst mich sehn - doch du kommst nicht, du spielst mit deinen Reizen, daß reizt
mich. Jeder spielt mit seinen Reizen - flirten mit den Augen und mit den Mund -
sich selbst will man bestätigt sehn. Jung und attraktiv will man sein; dabei
sein und
irgendetwas erzählen können - mit den Reizen spielen und den Rest vergessen!
Soll ich Dich vergessen? Ist es nur ein Flirt? Nein! Und
wenn Ja -, egal ich brauche -
zarte BERÜHRUNGEN!
Sich die Hand geben, den Arm umlegen, den Fuß auflegen, die
Fingerspitzen kreisen
lassen, das Haar durchstreifen, mit den Lippen berühren, den
Körper spüren, mit Lust
agieren.
Ja, mit der Lust kommt oft der Frust! Denn dazu gehören Zwei. Und wenn das
nicht gegeben, kommt es oft zu einer anderen Art der Berührungen - dem
"Grapschen"!
Der Hintern, die Brust, der Arsch, die Titten, an die Eier -
die Fortze - den Schwanz -
Die Möse....., also hauptsächlich die Geschlechtsteile sind die
Angriffspunkte der "Grapscher".
von der Lust zum Frust, zum Grapschen, zum alltäglichen Hirnfick -
gefühlsecht, doch gefühlslos - es wird nicht mehr in Schwingungen geliebt,
sondern nur noch in Masse. Die Lust ist nur noch Fleisch!
"Grapschen" ist oft mit Alkohol verbunden, Alkohol enthemmt,
durch Alkohol werden die
Feinfühligkeits -Nerven ausgeschaltet. Doch "Grapschen" ist auch ohne
Alkohol möglich: hat man genug Hass auf die Menschheit entwickelt - ist man
lange genug Opfer gewesen!
Rache, Geilheit, Gier - das "Tier"! Das Andere einfach
verletzen um sich selbst
zu spüren.
von HerbErd
* * *
Überall Scherben ! Wo man hinsieht Scherben .Doch besonders sind sie mir auf
Fahrradwegen und Parkanlagen aufgefallen.
Scherben pflastern meine Wege und ich frage mich woher die nur kommen?
Ja, die Strassen werden freigekehrt und alles auf die Fahrradwege.
Ja, die Strassen sind voll und die Leute Toll-voll!
Sie scheißen auf das Geld. Die Flasche fällt, Die Flasche fällt. Jetzt ist man Frei!
Der Urknall, Splitter fliegen, ein kurzes aufschäumen und man hat mit dem Pfand
bezahlt.
Ich zahle gern. Ich zahle gern, für dieses Gefühl. Mir macht Es Spaß.
Es macht mich
naß. Ich bin so geil, Ich brauch den Knall - dann bin ich Frei
and the Rest I find very
Einerlei!
von HerbErd
***
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Oh, du berührungslose
Gesellschaft
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