Hitgedichte - die Säule

Neues vom 19.5.2002 

   (einige Worte zur Antwort des Künstlers und mein offener Brief  (Word-Datei))

Neues vom 6.5.2002  

    (Brief an den Künstler der Säule (Word-Datei))

Neues vom 7.7.2002

    (Brief an Frau Dr. Rita Süssmuth(Word-Datei))

Was soll diese Seite?

Ich möchte, daß der "Skybiker" als Fortentwicklung der Säule von Reusch wieder dahin zurückkehrt, wo er hingehört - an die Säule von Reusch.. Wenn das passiert, dann verzichte ich sofort auf die Aktion, die im Folgenden beschrieben wird. Wenn das nicht passiert, dann mache ich vielleicht mit der Aktion meinem Ärger über den ignoranten Künstler Luft, der im öffentlichen Raum mich mit seinem Geschmack belästigen dürfen tut und selbst nicht einmal hier wohnt.

Insgesamt bitte ich die schlechte Bildqualität zu entschuldigen. Der Fuß der Säule sieht eigentlich schmutzig grün aus, weil viele studentischen Aktivitstengruppen das Kunstprodukt als schiefe Litfasssäule missbrauchen. Die Uni müht sich, die Litfasssäule möglichst immer plakatfrei zu halten.  Auf dem Fotos wirkt  es leider andersfarbig, aber ursprünglich soll die Säule einfarbig und Brackwasser grün sein.

So ungefähr so sah die Säule zuerst aus:

Dann kam der Skybiker, und die Göttinger hatten eine weiterentwickeltes Kunstwerk, mit dem Sie sich identifizieren konnten. Schließlich gehören die Radfahrer in Göttingen zum Stadtbild, wie die spitzen Ohren zur Hauskatze. So sah es damals aus.

Dann maulte der Künstler, nötigte den Göttingern seinen Geschmack auf, nahm Ihnen gleichzeitig ein Identifikationsdenkmal und heute sieht es wieder so aus.

 

Ich finde das Ding hässlich. Deshalb überlege ich, ob ich neben der grünen Säule eine pinkfarbenden Gartenpfahl in den Boden ramme. Davor kommt ein Schild, mit der Aufschrift:

Wenn ich Groß bin,
bin ich auch Kunst

D. Porth,  Bovenden

Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Unterschrift, da der Pfosten in Kombination mit dem Schild meine Meinungsäußerung über das Kunstprodukt darstellt. 

Vielleicht sieht es bei der Säule zu Beginn der Dokumenta XI in Kassel so aus:

Neues vom  7.5. 2002

Nun habe ich in der Zwischenzeit bei der Universität nachgefragt, ob sie etwas gegen die oben beschriebene Idee hat. Schließlich könnte dabei der Rasen beschädigt werden. Die Verwaltung war natürlich nicht damit einverstanden. Zwischen den Zeilen las ich heraus, daß die Universität als Eigentümer der Säule keine Lust zu einem Rechtsstreit mit Künstler hat - zumal es um eine Sache geht, bei welcher sie nur unbeteiligter Dritter ist. 

Deshalb habe ich mich entschieden, mich direkt an den Künstler zu wenden. Den offenen Brief finden sie hier:

erich_reusch_säule.doc

Mal sehen, wie der Künstler reagiert. ;-)

 

Neues vom 19.5.2002

Am 19. Mai erhielt ich einen Brief von Herrn Reusch, worin er seine Ablehnung kundtat. Er hat etwas dagegen, daß seine Skulptur künstlerisch verändert wird. Er schien besonderen Wert darauf zu legen, weil er besonders darauf hinwies, daß er dies auch dem Kanzler der Universität mitteilen würde. Wenn ich jetzt Pädagoge wäre, würde ich mir Gedanken machen, warum ihm diese Aussage so wichtig ist: 

Hat er Angst um sein künstlerisches Ansehen?   

Ob das in Göttingen noch jemand ernst nimmt, weiß ich nicht. Ich weiß nur, daß bei der Website der Universität (www.uni-goettingen.de) oder bei der Website des Fremdenverkehrsverein (www.goettingen-tourismus.de) nur Fotos von der Göttinger Universitätsbibliothek zu finden sind, auf welchen die hässliche Säule nicht abgebildet ist. Die Fotographen hatten noch Stilgefühl; aber das ist meine Meinung.

Mit der Ablehnung der Veränderung der Säule ist aber noch nicht klar, wie er sich zur Meinungsäußerung stellt. Deshalb habe ich den folgenden zweiten Brief:

erich_reusch_säule_2.doc.

 

Neues vom 7.7.2002

In der Sendung vom 21.6 habe ich schon angedeutet, daß den Kunstpreis "das Göttinger Rohr" ausrufen wollte. Bislang habe ich diese Idee noch nicht weiterverfolgt. Sie ist aber auch noch nicht vergessen. Der Kunstpreis für eine Geschmacklosigkeit im öffentlichen Raum, die trotz konstruktiver Verbesserungsvorschläge auf Grund der blasierten Dummheit und Sturheit des so gepriesenen Künstlers geschmacklos geblieben ist, wird noch entwickelt werden. Bislang habe ich noch keine vernünftig billige Quelle für grün bemalte Heizungsrohre auftun können.

In der Sendung vom 5.7. habe ich noch einen weitere Idee präsentiert, mit der Herr Reusch die Vergabe des "Göttinger Rohrs" abwehren könnte. Die Idee ist, der Geschmacklosigkeit einen Geschmackspräser überzuziehen. Selbstverständlich habe ich überhaupt nichts anderes als die AIDS-Hilfe dabei im Sinn. Wirklich Es geht hier nur um die AIDS-Hilfe. Der Schutz der Öffentlichkeit vor der Geschmacklosigkeit des Rohrs durch das überdimensionale Condom ist  nur ein angenehmer Nebeneffekt. Lieber Leser, Lieber Herr Reusch, bei der Idee geht es mir Wirklich nur um die AIDS-Hilfe. Ich würde nur ungern ihr Rohr verhüllt sehen. (Mir wäre es lieber, wenn irgendwer das Rohr klaut. Aber man kann nicht alles haben, im Leben).

Der Brief an Frau Dr. Süssmuth ist natürlich mit weniger Rechtfertigungen formuliert, da ich Frau Süssmuth nicht zuviel ihrer Zeit stehlen möchte. Sie können Sich selbst überzeugen. (-> Brief(Word-Datei)). Auf die Antwort von Frau Süssmuth bin ich gespannt. ;-)

 

 

 


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